Sprachen lernen trifft Stadtgeschichte:
DRK‑Teilnehmende besuchen den Förderverein des Stadtbades.
Das Stadtbad Halle und sein Förderverein standen im Mittelpunkt einer besonderen Kooperation:
Am 22. Juli 2026 besuchten 27 Teilnehmende eines Sprachkurses des DRK Landesverbandes Sachsen-Anhalt den Förderverein im STATTBAD Halle – dem aktuellen Ersatzdomizil des Vereins.
Der Besuch entstand aus dem AMIF‑Projekt Leben.Zukunft.Sachsen‑Anhalt, das Sprache, Alltag und Kultur auf besondere Weise miteinander verbindet. Die Initiative für den Termin kam von Dzmitry Turchyn, Projektmitarbeiter des DRK Landesverbands. Begleitet wurde der Besuch von einem Team des MDR.
Die AMIF‑Sprachkurse setzen bewusst auf einen erweiterten Ansatz: Sprache wird nicht isoliert gelernt, sondern im Zusammenhang mit Orten, Geschichten und Initiativen, die das Leben in Halle prägen. “Als im Unterricht das Stadtbad vorgestellt wurde, entstand sofort großes Interesse – ein Zeichen dafür, wie stark Orte der Alltagskultur Menschen berühren, motivieren und zum Austausch anregen können.” freut sich Herr Turchyn über die geglückte Kooperation.
Begegnung und Lernen
Im STATTBAD wurde die Gruppe von Wieland Kunze begrüßt, langjähriges Vereinsmitglied und hauptberuflich beim DRK tätig. Er vermittelte einen lebendigen Einblick in die Geschichte des Stadtbads, die laufende Sanierung und die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements.
Die Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit, ihre Deutschkenntnisse in einer echten Alltagssituation anzuwenden: Fragen stellen, Informationen aufnehmen, neue Wörter notieren und mit Vereinsmitgliedern ins Gespräch kommen. Gleichzeitig lernten sie einen Ort kennen, der seit über 100 Jahren für Begegnung, Gemeinschaft und kulturelle Vielfalt steht.
Kooperation, die stärkt
Die Zusammenarbeit zwischen DRK und Förderverein zeigt, wie Sprachförderung und lokale Kulturvermittlung sich gegenseitig bereichern. Das AMIF‑Projekt verfolgt das Ziel, Sprache mit alltagsnahen Erfahrungen zu verbinden und gesellschaftliche Teilhabe zu fördern. Der Besuch im STATTBAD ist ein Beispiel dafür, wie solche Lerngelegenheiten Brücken in die Stadtgesellschaft bauen.
Kathleen Hirschnitz, Vorsitzende des Fördervereins, betont: „Wir freuen uns sehr, dass das Stadtbad und unser Verein auf so großes Interesse gestoßen sind. Solche Kooperationen sind wichtig, weil sie Menschen zusammenbringen. Das Stadtbad war schon immer ein Ort der Begegnung – generationenübergreifend und kulturübergreifend.“
Ein Drehtag mit Wirkung
Der MDR dokumentierte, wie Sprachlernen, kulturelle Bildung und lokale Identifikation zusammenwirken. Der Drehtag macht deutlich, welchen Beitrag Projekte wie Leben.Zukunft.Sachsen‑Anhalt für eine gelingende Integration leisten: Sprache entsteht dort, wo Menschen miteinander in Kontakt kommen – im Quartier, in Vereinen und an Orten wie dem Stadtbad.


